Thomas Wüthrich, Kandidat für die Sekundarschulpflege Uster

Thomas Wüthrich, *1958  
Präsident der European Prison Education Association          
12 Jahre Regionalleiter Ostschweiz Bildung im Strafvollzug SKJV (Schweizerisches Kompetenzzentrum für den Justizvollzug)
Berufsschullehrer   
MA of Arts UZH und EMBA Non Profit Management FHNW

Vor nicht allzu langer Zeit hiess es aus der Politik, Bildung sei der einzige Rohstoff, den die Schweiz besitze und deshalb gelte es, in die Bildung zu investieren. Heutzutage – so scheint es mir – ist die Bildung nur noch ein Kostenfaktor, bei dem gespart werden muss. Dabei wird vergessen, dass ein grosszügiges, attraktives Bildungssystem eine gewinnbringende Investition in die Zukunft ist. Spart man heute bei der Bildung, werden die sozialen Kosten in der Zukunft umso höher ausfallen. Darum ist unserem Schulwesen besonders Sorge zu tragen.

Was wir uns aber nicht mehr leisten sollten, sind separate administrative, organisatorische Strukturen für die Schule – Sekundarschule und Primarschule – neben der politischen Gemeinde. Ziel der kommenden Legislatur muss deshalb sein, die Sekundarschulpflege (und die Primarschulpflege) in die politische Gemeinde zu integrieren und somit endlich die Einheitsgemeinde zu schaffen. Dazu werden wohl Veränderungen in der Organisation des Gemeinderates, in der Stadtverwaltung sowie in der politischen Führung notwendig sein. Ich setze mich ein, die dafür optimale Gesamtlösung zu erarbeiten.

Als langjähriges Mitglied des Gemeinderates und als Präsident des Gemeinderates habe ich bewiesen, dass ich lösungsorientiert und kompetent mitgestalten kann. Dabei scheue ich mich aber nicht, meine Meinung engagiert und klar zu vertreten. Stets habe ich jedoch das Ziel vor Augen, dass wir als Politiker*innen dafür sorgen müssen, dass Lehrpersonen und Schulleitungen optimale Rahmenbedingungen für ihre Arbeit erhalten. Nur so können sie dem gesetzlichen Auftrag gerecht werden, die Grundlagen für ein demokratisches und integratives Gemeinwesen zu schaffen.